Forschung

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Die Kompetenzenbilanz ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren. Die Wirksamkeit der Kompetenzenbilanz wurde in vielen Studien nachgewiesen.

In der Kompetenzenbilanz hat Prof. Dr. Claas Triebel das psychologische Wirkprinzipien-Modell von Prof. Dr. Klaus Grawe (1943-2005) auf den Beratungsprozess übertragen.

Wirkprinzipien KB-Seite
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Demnach kann Kompetenzbilanzierung dann wirksam sein, wenn folgende Wirkprinzipien berücksichtigt werden:

  1. Ein Prozess der Karriereberatung muss mit einer „prozessualen Aktivierung“ (Grawe) beginnen, dem „Erleben“ (Triebel), dass es um die Person des Teilnehmers/der Teilnehmerin geht und nicht um äußere Kriterien oder auch bspw. um einen Zertifizierungsprozess der Kompetenzen. Dieses „Erleben“ findet in der Kompetenzenbilanz durch die biografische Arbeit statt.
  2. Der prozessualen Aktivierung folgt eine „Ressourcenaktivierung“ (Grawe), einem kognitiven „Erkennen“ (Triebel) der bisher gemachten Lernerfahrungen. Dies geschieht in der Kompetenzenbilanz durch eine intensive Tätigkeitsanalyse.
  3. Im dritten Schritt folgt eine „intentionale Veränderung“ (Grawe), die Entwicklung eines zielgerichteten „Wollens“ (Triebel). In der Kompetenzenbilanz geschieht dies durch das Erarbeiten und Belegen von Kompetenzen.
  4. Erfahrung und Evaluation zeigen, dass das sorgfältige Erarbeiten von Kompetenzen bei den Teilnehmerinnen bei guter Betreuung einen Prozess einer gezielten Projektierung nächster Schritte in Gang setzt. Im Beratungsprozess wird also schon für die „Intentionsrealisierung“ (Grawe) vorgearbeitet, indem ein möglichst detaillierter Plan für die nächsten Schritte der Teilnehmer/innen entsteht. Dieser bereitet das „Machen“ (Triebel) vor.